Bücherbücherbücher

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In Reaktion auf "Kauft nicht bei Buchhandelsketten! " bei G33KY^2, ein ursprünglich als Kommentar gedachter Eintrag:

Ganz ehrlich? Ich habe seit Jahren kein Buch mehr in irgendeiner Buchhandlung gekauft (ausgenommen irgendwelche Bahnhofsbuchhandlungen a la Sussmann's Internationale Presse in München - ja, ich weiß, die heißen inzwischen anders), auch, weil es sich für mich kaum lohnt, in irgendwelchen trendigen Neuerscheinungen zu schmöckern, die mich letztlich sowieso nicht interessieren.

Das letzte regulär gekaufte Buch - tatzsächlich im Thalia in Karlsruhe, welche zwar angeblich Gondrom übernommen haben, in Wirklichkeit ists aber umgekehrt: Gondrom hat Thalia übernommen! - war Weihnachten 2007. Mein bevorzugtes Jagdgebiet ist (Hardcore) Science Fiction und Fantasy, ggf. auch Fantasy-Crossover. Deutsche Übersetzungen sind meistens ein Griff ins Klo, denn der Sprachwitz geht flöten, somit lese ich z.B. Terry Pratchett seit 1999 nur noch im englischen Original. Bei anderen Originalsprachen nehme ich gerne auch die englische Übersetzung zur Hand - speziell bei Sprachen, die sich durch extremen Sprachwitz auszeichnen (z.B. russisch oder italienisch). Somit sind gängige Buchhandlungen für mich völlig überflüssig, weil sie nicht das im Angebot führen, was ich lese. Selbst englische Romanliteratur ist für mich interessanter als die deutsche - aber dafür habe ich meinen Vater, denn der ist Deutschlehrer und muß schließlich am besten wissen, was sich derzeit so taugt in der deutschsprachigen Bücherzone ;)

Ich bin allerdings von Amazon abgekommen und ordere lieber bei weniger marktbeherrschenden Online-Buchhandlungen. Z.z. überlege ich sogar, sämtliche neuen Bücher beim lokalen Buchhändler zu bestellen - d.h. online raussuchen und anschließend die 5 Minuten runter ins Städle gehen, und dort Bestellungen aufgeben. Vorteil: Ich muß nicht auf den Paketservice warten, der ab und zu mal zu doof ist, um zu kapieren, dass es hier kein 5a und 5b gibt - alles ist Hausnummer 5! Ich muß auch nicht ggf. auf die - nicht mehr vorhandene eigenständige - Post latschen, um nötigenfalls mein aufgrund der Dummheit des Paketlieferanten unzustellbares Paket abzuholen. Außerdem kann ich mit dem Paketlieferanten keinen kurzen Schwatz halten - und das Gefühl der Vorfreude, in 10 Minuten mich über ein neues Buch hermachen zu können, wenn ich gemütlich auf meinem Bett sitze und Cappucchino Typ Karamell-Krokant schlürfe, ist auch nicht zu verachten.

Ich sage also auch: Weg vom Online-Händler (sozusagen; oder nur zum Nachschauen nutzen), hin zu kleineren, naheliegenden Buchhandlungen :D Allerdings aus anderen Gründen - beim Hugendubel sowie beim Thalia (aka Gondrom) kann ich auch alles online bestellen und dann in der jeweils nächsten Filiale abholen. Allerdings entfällt der angenehme Schwatz an der Kasse, und ich müßte dafür extra nach Würzburg oder Ansbach fahren, wofür mir das Geld - immer mindestens 16 Euro - und die Zeit - ca. 1 - 1 1/2 Stunden - definitiv zu schade wäre. Aus irgendeinem Grund ist mir der Hugendubel allerdings trotzdem noch sympathischer - liegt vermutlich daran, weils dort noch nicht ganz so klinisch-robotisch abgeht wie im Thalia ;)

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